Wolfskind

Spät,
im Schutze
der Finsternis,
erwacht das einsame,
verlassene Kind, Wesen
im Traumboot des Menschseins.
Sein Weinen weckt nicht die Liebe
des über allem herrschenden Antimenschen.
Die unwiderlegbare Fürsorge von treu sorgenden
Bestien duldet kein Schmerzgeheul des Wolfskindes.
Am Morgen hat der Frost das blutende Herz zu Stein gefroren.

© Erich Romberg